Kuala Lumpur, Malaysia

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In welchem Land bin ich eigentlich gerade? Und bin ich überhaupt noch in Asien? Das habe ich mich während meiner ersten Tage in Malaysia mehrfach gewundert. Bereits auf dem 60km langen Weg vom Flughafen in die Hauptstadt fielen die außergewöhnlich guten Straßenverhältnisse und der für Asien ungewohnt geordnete Verkehr auf.

 Die Bevölkerung Malaysias setzt sich aus Malaien, Chinesen, Indern und indigenen Volksgruppen zusammen. Der Islam ist Staatsreligion und (historisch bedingte) arabische Einflüsse sind allerorts zu sehen und wahrzunehmen. Diese kulturelle Mischung hat den Besuch Kuala Lumpurs sehr beeindruckend gemacht und stellte für mich tatsächlich eine Überraschung da. Darüber hinaus bietet Kuala Lumpur viele abwechslungsreiche Kontraste:

  • chinesische Viertel und indische Ecken neben islamischer Kultur: Das chinesische Neujahrsfest steht vor der Tür, was dank der üppig-kitschigen Dekorationen allerorts nicht zu übersehen ist. Am Platz der Unabhängigkeit und um die Nationalmoschee herum wähnt man sich hingegen eher im Nahen Osten denn in Asien.

         

  • moderne Architektur mit viel glänzendem Stahl und Glas neben historischen Bauten mit arabischen und kolonialen Einflüssen: An manchen Orten muss man sich nur umdrehen und man glaubt, das Land gewechselt zu haben.


  

  • Luxus-Malls und einfache Märkte mit original gefälschten Markenwaren: Egal ob billig oder edel, wer Konsumlust verspürt, kann sich hier so richtig ausleben. Und angesichts der enormen Mall-Dichte (ich habe aufgehört zu zählen), kann man sich beim Mall-(s)hopping auf klimatisierten Wegen quasi durch mehre Viertel bewegen und so der feuchten Hitze auf den Straßen entkommen.

    

  • Sternerestaurants und Streetfood: Da kostet eine Tasse Kaffee mit Ausblick schon mal das gleiche wie ein ganzes Mittagsmenü zwei Straßen weiter. Überhaupt macht Essen hier richtig Spaß, es ist abwechslungsreich, günstig und superlecker.

Bei einem Ausflug vor die Stadt zu den Batu Caves (völlig unproblematisch im sauberen, klimatisierten und pünktlichem Zug) gab es einen weiteren Kontrast: In einer Kalksteinhöhle ist ein großer Hindu-Tempel und Pilgerstätte gelegen, davor ein indischer Markt. Beides leider die dreckigsten, stinkendsten und vermülltesten Orte, die ich bisher auf meiner Reise gesehen habe. Und in einer zweiten Höhle, quasi mittendrin, wird von einer malaiischen Naturschutzorganisation ein seltenes und empfindliches Mikrobiosystem erforscht und erhalten, das während einer sehr professionellen Tour in das Höhlensysteme erklärt wird.

  

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