Penang, Malaysia

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Ich bin reif für die Insel und dachte dabei an Bilder von weißen Sandstränden, blauem Wasser und Palmen, als ich mich auf den Weg nach Penang gemacht habe, rund 300 km nördlich von Kuala Lumpur. An dieser Stelle ein Lob an das malaiische Linienbussystem: problemlose online-Buchung und Busse mit Platz und Komfort wie in der 1.Klasse der Deutschen Bahn – selbst die Pünktlichkeit war vergleichbar, der Fahrpreis hingegen quasi geschenkt. 🙂

Mit dem was ich mir erhofft hatte, kann die Insel Penang nicht wirklich punkten, dafür aber mit einer Hauptstadt, die die Eindrücke aus Kuala Lumpur nochmal toppt. George Town ist in Sachen Kulturenvielfalt quasi Kuala Lumpur 2.0.  

Zum UNESCO Weltkulturerbe zählend, zelebriert George Town einen konsequenten Vintage Stil, der in Restaurants und Unterkünften teils bewusst auf die Spitze getrieben wird, meistens aber substanzbedingt einfach gegeben ist und durch eine Menge Street-Art gekonnt unterstrichen wird. Gefüllt wird diese Szenerie mit chinesischer und indischer Kultur und sehr originalen Menschen: vom zahnlosen Rikschafahrer im Seniorenalter über viel beschäftigte Geschäftsleuten hin zu unzähligen Straßenköchen. Es macht einfach Spaß, dieses geschäftige Treiben zu beobachten, das sich von den touristischen Gästen so gar nicht ablenken lässt.


   

       

Trotzdem muss ich jetzt raus aus der Stadt, bei aller positiver Bewunderung bleibt doch die Tatsache, dass es auch laut, dreckig und stickig ist. Von anderen Reisenden wurde mir Langkawi, die nördlichste Insel an Malaysias Westküste, für das perfekte Inselfeeling empfohlen. Leider wirft das chinesische Neujahrsfest seine Schatten voraus, Langkawi ist so gut wie ausgebucht. Deshalb geht es morgen nach Thailand weiter.  

Nachtrag: Auf dem Weg zum Flughafen, Gespräch mit altem Einwohner von Penang an Bushaltestelle über Plätze dieser Welt, er sehr interessiert an den USA, fragt mich, welches die schönste Stadt dort sei. Ich, schwärmend: San Francisco, that’s one of the most beautiful cities of the world. Er, erstaunt: Yes? Even more beautiful than George Town?! 

Nun ja, die Sache mit dem Tellerrand, dem Horizont und dem nicht streitbaren Geschmack….

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