Bangkok, Thailand

Gepostet von

Bangkok ist laut, stickig, dreckig, hässlich und macht trotzdem unglaublich viel Spaß! Ich kannte die Stadt bereits aus einem früheren Thailand-Urlaub und muss sagen, es tut gut, zurück zu kommen, sich schon ein bisschen auszukennen und nicht komplett neu orientieren zu müssen.

 
Auch diesmal war ich wieder schwer beeindruckt vom Bangkoker Verkehr. Volle Straßen und so viele Möglichkeiten ans Ziel zu kommen: Motorrad-Taxis, Auto-Taxis, Kanal-Taxis, Tuk-Tuks, Sky Train, U-Bahn, Fähre, Busse und ich habe sie diesmal alle ausprobiert…


Das rasanteste, spaßigste und teuerste war definitiv die Tuk-Tuk-Fahrt bei Nacht. Schrill beleuchtet und wild blinkend rast das dreirädrige, offene Gefährt durch den Straßenverkehr. (Über Sicherheit macht man sich in diesem Moment besser keine Gedanken…)


Deutlich, deutlich langsamer und günstiger geht es tagsüber in uralten Bussen durch die Stadt. Rostige Karosserie, Holzdielen auf dem Boden, ein Fahrer, der im Stau Zeitung liest und eine Fahrkartenverkäuferin, die so unglaublich geschickt Geld abzählt, Geldscheine faltet, Fahrkarten nach einem ausgeklügeltem System einreist, sich dabei keineswegs festhält und im Stau…. strickt. Durch die offenen Fenster wird man ordentlich mit Abgasen und Smog eingenebelt. (Und wieder: besser nicht drüber nachdenken…)


Deutlich schneller geht es auf den Booten, die so schnell durch schmale Kanäle rasen, dass das das Wasser spritzt. Zwischendrin müssen sie sich immer wieder zwischen Brückenpfeilern hindurchfädeln – ein Gaudi und definitiv erfrischend…
 
Da ich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Bangkoks bereits kannte, habe ich auf kulturelle Touren weitestgehend verzichtet, nur zwei/drei Tempel besichtigt und stattdessen das ziemlich verrückte Nachtleben erkundet. Clubs und Bars müssen hier offiziell um 2 Uhr morgens schließen. Die Gruppe Thais, mit der ich nachts auf der Khaosan Road unterwegs war, wusste es allerdings besser: „We just have to wait until the Police is gone, then they gonna open again!“ Und so standen nachts alle auf der Straße und haben gewartet, dass die Polizei abhaut und die Party im Club weitergehen kann. Verrückte Welt….


Deutlich stilvoller ging es abends auf der Sky-Bar des lebua Hotels zu. Feine, teure, teure Cocktails mit Blick über das nächtliche Bangkok – sehr schick, muss man mal gesehen haben… Wieder zurück am Boden (und das auch im übertragenem Sinne) konnte ich beobachten, wie ein Tankwagen durch die Straße fuhr, um die wenigen Bäume am Straßenrand zu wässern. Das hatte zur Folge, dass aus dem gefluteten Beeten Scharen von Kakerlaken und Ratten über die Gehwege flüchteten. Wirklich Massen, wie ich sie vorher noch nicht gesehen habe und das dort, wo ein paar Stunden vorher noch in Straßenküchen gekocht wurde. Leckeres Essen, aber besser nicht genauer drüber nachdenken…..

  
Das war nicht mein letzter Bangkok-Besuch gewesen. Anfang April geht es für mich von hier aus zurück nach Europa, zunächst nach Helsinki.

Kommentare

    1. Anfang März starte ich zu einer zweiwöchigen (organisierten) Radtour durch Vietnam und von dort geht es direkt weiter zum Asien-Finale in Kambodscha! Indien muss bis zur nächsten großen Reise auf mich warten…. 😉

  1. Ich ärgere mich, dass ich dein Blog erst gestern entdeckt habe.
    Was habe ich alles verpasst.
    Deine Reiseberichte sind echt klasse!!!! – Danke, dass ich sie lesen darf.
    Kuss und Umarmung
    Heike

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *