Nano’s Wasserfall, Orosí, Costa Rica

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In Orosí, einem kleinen Dorf in Zentral Costa Rica, bin ich in einem kleinen Guesthouse untergekommen. Orosí ist ein Ort, der mir vom ersten Moment an gefällt – wunderschön in einem Tal gelegen bekomme ich hier einen ersten Eindruck von der sattgrünen Natur Costa Ricas, inklusive Kolibris vor meinem Badfenster (und Kakerlaken in der Küche). Zusammen mit meinem Mitbewohner Michael aus Montreal (Kanada) habe ich mich auf eine kleine Wanderung auf den nächsten Berg gemacht, wo uns der Weg geradewegs in den „Garten“ von Nano geführt hat. Nano lebt hier oben abgeschieden allein und empfängt uns überschwänglich. Auf den ersten Blick ein seltsamer Kauz (die Costa Rica-Version von Heidis Alm-Ödi), führt er uns wild gestikulierend und auf spanisch erzählend durch sein Paradies mit Kaffee-, Bananen- und Obstbäumen. Pickt dabei immer wieder Früchte auf, erklärt, lässt uns probieren und sammelt Steine mit fossilen Abdrücken auf. Dieser nicht mehr ganz junge Typ springt in Gummistiefeln die steilen Wege hinab und klettert mit uns an einem Flussbett entlang wie ein Achtzehnjähriger. An seinem Wasserfall angekommen, erzählt er von einem Erdbeben, das sich vor ein paar Jahren gerade ereignet hat, als er hier mit amerikanischen Touristen stand. Diese Freundlichkeit und inbrünstige Lebensfreude erleben zu dürfen ist wunderbar. Zum Abschied gibt er uns die Hände voll mit frischen Maracuja-Früchten und Limetten.


  
  

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