La escuela de español

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Sechs Tage war ich in Orosí, sechs Tage lang habe ich hier Einzelunterricht in spanisch genommen. Und wieder muss ich von einem Menschen berichten, der mir in dieser kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen ist. Marjorie, meine Spanischlehrerin, hat mir nicht nur beachtliche Grundkenntnisse in Spanisch beigebracht, sie hat mir dabei auch noch jede Menge über ihr Land und das Leben in Costa Rica erklärt. Ich will hier nicht allzu sehr ins Detail gehen, möchte in vielleicht zu kurzen Sätzen kein missverständliches Bild über Costa Rica kreieren. Über einen unserer vielen Dialoge muss ich aber immer wieder schmunzeln:

Sie: Letzte Woche war der Vulkan wieder aktiv.

Ich: Krass, ist das nicht gefährlich?

Sie: Si, muy peligroso.

Ich: Und gibt es einen Plan, was ihr bei einem größeren Ausbruch macht? (Denke dabei an ausgefeilte Evakuierungspläne)

Sie (lacht): Wir setzen uns mit dem Fernglas und einem Drink in den Liegestuhl und beobachten. Pura vida!

Was ich nicht für möglich gehalten hätte ist, dass sie mir all diese interessanten Dinge fast ausschließlich auf spanisch erzählt hat. Und das, wo ich doch wirklich absolut blutiger Anfänger war – eine tolle Lehrerin. Und eine tolle Mutter, denn ihre Familie durfte ich auch kennenlernen.

 

Rollenwechsel

 

Englisch-Spanisch-Tandem

 
Marjorie gibt abends noch privaten Englischunterricht. Ich war eingeladen und musste jede Menge Fragen über Deutschland beantworten. Die schwierigsten Fragen kamen dabei immer von der neunjährigen Ariane (2.v.r.).

 

Exkursion…

  

…zur Basílica de Los Angeles in Cartago…

  

…und außerschulischer Lernort.

 

Für mich als Lehrer war es eine besondere Erfahrung, einmal die Rolle zu tauschen und auf der Schülerseite zu sitzen. Von jemandem zu lernen, dessen Sprache ich nur in Ansätzen kenne. Zu merken, wie anstrengend und manchmal auch frustrierend es ist, (Sprache) zu lernen, dabei andere Schüler zu treffen, die schon viel weiter sind als man selbst. Sich über die Pause zu freuen. Dann aber auch wieder die Erfolge und Aha-Erlebnisse zu bemerken und zu genießen, Vertrauen in sich und seine Lehrerin zu haben. Eine kleine, spezielle und unerwartete Fortbildung am Rande des sabbaticals. 

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