La Fortuna, Costa Rica

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Ich bin ein schlechter Backpacker. Ich habe keinen echten Rucksack, sondern nur einen Trolley mit Gurten (lässt sich also im Notfall schultern); ich habe nach zwei anstrengenden Busfahrten die Nase voll von verschwitzten Sitznachbarn (oder bin ich es selbst, der so streng riecht?) und miete ein Auto; ich beschwere mich im Hostel darüber, dass der 8-Bett-Schlafsaal kein Fenster hat.

Seit zwei Tagen fahre ich nun also mit der chinesischen Ausgabe eines Toyota Aygo durch Costa Rica und fühle mich darin manchmal wie Fred Feuerstein in seinem Tretauto, wenn ich mit 30km/h einen der zahlreichen Berge hochkrieche. Und auch wenn ich manchmal gern eine Klappe vor dem Fahrersitz öffnen möchte, um mit den Füßen etwas Anschub zu geben, bietet so ein (billiges) Auto doch beinahe vergessene Freiheit. Zumindest so lange, bis die nächste Straße gesperrt ist oder mich Googlemaps wieder einmal über eine Schotterstraße schicken möchte. „Ja, Google“, denke ich dann jedes Mal. „Ich würde auch gern die kürzere Route nehmen, aber kapier doch endlich, dass das mit dieser Karre nicht geht!!“ Davon abgesehen, ist Autofahren in diesem Land deutlich leichter, als es jeder Reiseführer verspricht (mit Ausnahme von San José), man braucht nur viel Zeit.

Erste Etappe war La Fortuna. Wunderschön am Fuße des Bilderbuch-Vulkans Arenal gelegen, der in den 60ern das letzte Mal heftig ausgebrochen ist, und aus dem bis vor fünf Jahren immer noch Lava ausgeflossen ist. La Fortuna ist heute so ein richtiger Touri-Ort, der einem von Affenschaukel bis Zipline-Adventure alles bietet – sofern man die nötigen Dollars in der Tasche hat. Dank meiner China-Karre kann ich zum Glück auch ohne Tour Guides durch den Regenwald wandern, danach in einer der zahlreichen heißen Quellen relaxen, mal wieder einen Wasserfall bewundern und die Touris schnell wieder verlassen.


38*C warme Becken bei 35*C Außentemperatur – irgendwie verrückt, aber super schön!

Schau genau! Weihnachtsdeko im Regenwald…

 

Blattschneiderameisen…

 

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