Rio Celeste im Tenorio Nationalpark, Costa Rica

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Gestern bin ich auf allerlei Umwegen weiter in den Norden Costa Ricas gereist, weg vom Massentourismus rein ins Dorfleben. Der Regenwald wird hier im Norden etwas lichter, es gibt mehr Wiesen und Landwirtschaft und ich muss meine Spanischkenntnisse nun endlich unter Beweis stellen – englisch kann hier keiner mehr.
Auf dem Weg nach Bijagua bin ich an einer Schweizer Bergalm vorbeigekommen – ein wirklich surreales Erlebnis.

   
    

Ein Sauerkraut-Brötchen bitte!

 

Den ganzen Weg hierher habe ich vor allem gemacht, weil ich von Einheimischen (!) den Tipp bekommen habe, den Rio Celeste zu besichtigen und da dieser Fluss nicht in meinem Reiseführer gelistet ist und selbst Tripadvisor nur einen einen einzigen ungewöhnlich kurzen Eintrag hat, musste dieser Ort ja ein echter Insider sein, auf den ich mich nun schon seit Tagen freue. 

Mein Host hat mir beim Frühstück dann nochmal den Weg erklärt, wobei ich das Gefühl hatte, dass er zum ersten Mal eine Googlemaps-Karte benutzt hat. Ständig drehte er das iPad, um die richtige Himmelsrichtung zu suchen und war jedes Mal irritiert, wenn sich die Karte automatisch wieder nach Norden ausrichtete. Meine Frage, ob der Weg zum Nationalpark denn mit meinem Auto befahrbar sei, bejahte er überzeugend – wobei ich mich im Nachhinein wundere, ob mein Spanisch so schlecht ist, dass er etwas ganz anderes verstanden hat. Die Zufahrtsstraße zu finden war unproblematisch, ihr Zustand allerdings so miserabel, dass meine China-Karre beim besten Willen keine 9km darauf überstanden hätte. Ich musste also missmutig umdrehen, sah mich schon wild gestikulierend auf spanenglisch alternative Routen erfragen, um am Ende womöglich niesend auf einem Pferd dort hochgebracht zu werden. 

Und dann kam es wieder: das Costa Rica-Glück, von dem ich ja schon in den ersten Posts berichtet habe. Diesmal in Form eines Allradwagens mit amerikanischem Päarchen am Steuer. Es hat ein wenig Überzeugungsarbeit gekostet, aber am Ende stand mein Flinstones-Auto am Straßenrand und ich saß auf der Rückbank von Mike und Patty aus Maine. Wir haben uns nach ein paar Minuten so gut unterhalten, dass wir den Rest der Wanderung gemeinsam gemacht haben. Und die war – by the way – alle Mühe wert

 

Heiße Quelle

  

Mit Sicherheit nicht TÜV-geprüft

     

Vielleicht TÜV-geprüft

 
Morgen geht es zurück nach San José und dann mit einem Stopover in Las Vegas nach Hawaii. Aloha!

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