Wai-O-Tapu, Nordinsel

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Die Strecke von Waipu, nördlich von Auckland, bis zum Lake Rotorua an einem Tag zu fahren, war eigentlich nicht geplant und grenzte beinahe schon an Masochismus (unter den gegebenen Bedingungen, siehe letzter Beitrag). Und dann mussten wir am Ende des Tages auch noch feststellen, dass wir versehentlich an „Hobbiton“, dem Hobbit- und Herr der Ringe-Drehort, vorbeigefahren sind. Schade auch, dass wir den Campingplatz direkt an einem natürlichen Thermalfreibad erst am nächsten Morgen entdeckt haben – so gab es morgens statt heißem Bad eine kalte Wäsche im See… 

 Südlich von Rotorua liegt das Wai-o-Tapu „Geothermal Wonderland“. Ich bin also wieder mal beim Vulkanthema angelangt und wer aufmerksam mitgelesen hat, der weiß, dass es diesbezüglich mittlerweile besondere Attraktion braucht, um mich zu beeindrucken.

Der Lady Knox Geysir hat das schon mal nicht geschafft. Eine spärliche Fontäne, die einmal täglich emporschießt und das pünktlich um 10:15 Uhr, weil ein Ranger Natriumkarbonat in den Schlund wirft, das die Oberflächenspannung des Wasser herabsetzt und so die Eruption hervorruft. Da denkt man gern an den selbstständigen und äußerst regen Geysir Strokkur in Island zurück, der rund alle zehn Minuten seine heiße Wasserfontäne gespuckt hat… 

 Der anschließende Rundgang durchs „Wunderland der heißen Quellen“ konnte hingegen wieder beeindrucken. Bei einem 5km-Rundgang brodelten und dampften Wasser und Schlamm alle paar Meter in Löchern, Spalten und Kratern und wenn es nicht brodelte, dann leuchtete es in den verschiedensten Farben, verursacht durch die Ausfällungen verschiedener Elemente und Verbindungen. Merke: Trinke kein grünes Wasser – ist durch Arsensulfide gefärbt. Gelber Stein stinkt nach faulen Eiern – wurde also gefärbt durch…Wer weiß es?!  

      
   
Völlig neu und sehr faszinierend war der „Mud Pool“. Grauer Schlamm köchelt dort in einem größeren Teich vor sich hin und blubbert und spritzt wie kochende Tomatensauce im Topf – wobei letzteres deutlich angenehmer riecht. Lässt sich auf Fotos leider kaum zeigen, geschweige den olfaktorisch wiedergeben. 

 

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