Weihnachten in Wellington

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Die weitere Route: Wai-O-Tapu – Lake Taupo (größtes Binnengewässer Neuseelands) – Tongario Nationalpark (mit dem „Schicksalsberg“ aus Herr der Ringe) – Whanganui – Wellington

Frühstück am Lake Taupo

Im Tongario NP gibt es so viele Wanderwege, dass die Auswahl tatsächlich schwer viel, das Kriterium „Länge“ jedoch einiges ausgeschlossen hat. Für mehrtägige Wanderungen mit Übernachtung in der Pampa sind wir nicht hinreichend ausgestattet, so dass wir uns nur für einen kurzen Loop-Walk von drei Stunden hin zu einem schönen Wasserfall entschieden haben; immer mit Blick auf den Vulkan Mount Ngauruhoe und den schneebedeckten Mount Ruapehu.

  
 In der nähe von Whanganui (eine hübsche Kleinstadt an der Westküste, in der wir endlich mal kostenloses wifi nutzen konnten, um die weitere Reise zu planen) haben wir den bisher günstigsten Campingplatz der Reise gefunden – 7,50€ inkl. warmer Dusche und richtigen WCs (!) und dazu noch direkt am Strand hinter den Dünen gelegen – wir sind gleich zwei Nächte geblieben.

 Heiligabend haben wir in Wellington verbracht. An die Hauptstadt hatte ich nur geringe Erwartungen gestellt, denn sie wird allzu oft in den Schatten der größeren und angesagteren Ex-Hauptstadt Auckland gestellt – völlig zu Unrecht!! (Kleine Anekdote am Rande: beim Umzug der Verwaltung von Auckland nach Wellington wurden alle Akten in ein Schiff verfrachtet, das auf dem Weg zum neuen Verwaltungssitz dummerweise sank – blöd gelaufen!) In Wellington ist es gelungen, die wenigen verbliebenen Altbauten (Erdbeben!) mit neuer Architektur zu kombinieren; zwischen verspiegeltem Großbauten entdeckt man immer wieder wunderschöne historische Fassaden. Dazu ist die Restaurantdichte unheimlich hoch und in Bars entlang der Waterfront gibt es viele Möglichkeiten, gemütlich in Liegestühlen, Sitzsäcken und auf Picknickdecken bei Bier und Seafood in der Sonne zu chillen, Sonnencreme wird gratis zur Bestellung gereicht – einfach eine super entspannte Atmosphäre! Die Cablecar-Fahrt auf den Mount xxx ist (anders als in San Francisco) erschwinglich und oben wartet nicht nur ein großer botanischer Garten, sondern auch ein toller Blick auf Bucht und Berge, die Wellington einrahmen.

Parlament im Grünen


     
Was das Weihnachtsthema angeht kann ich jedem, der dem Fest so gänzlich aus dem Weg gehen möchte, nur raten, nach Neuseeland zu kommen. Wie an so vielen Orten der Welt ist der 25.12. hier auch wichtiger als der Heiligabend, aber während in Costa Rica bereits schon im November dekoriert wurde und in Hawaii an jeder Ecke Tannenbäume (oft auch echte als Oregon!) mit „Hawaiinachtsdeko“ geschmückt sind, muss man Weihnachten hier in Neuseeland wirklich suchen. Menschen, die ich am Xmas-Day mit „Merry Christmas“ gegrüßt habe, reagierten zuweilen erschrocken bis peinlich berührt, ganz à la „ach ja, da war doch was“… Schön, dass ich so viele Weihnachtsbaum-Fotos aus Deutschland bekommen habe. Danke, Freunde! 🙂

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