Christchurch, Südinsel

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Die Route: Lake Te Anau – Dunedin / Otago Halbinsel – Oamaru – Christchurch

Die Strecke von Te Anau im Südwesten am Rande des Fjordland Nationalparks bis Christchurch im oberen Drittel der Ostküste ließ sich auf geraden Straßen ohne große Höhenunterschiede ungewohnt einfach fahren. Wer die Strecke von Südniedersachsen an die ostfriesische Küste kennt, der weiß ziemlich genau, wie es landschaftlich auf diesem Streckenabschnitt aussieht (heimatliche Gefühle kamen auf).

An der Ostküste der neuseeländischen Südinsel ist die Städtedichte um einiges Höher als in den bisher gesehenen Regionen. Goldfunde haben im 19. Jahrhundert die Siedler angezogen und für relativ großen Reichtum gesorgt, was man Städten wie Dunedin (einst New Edinburgh) und Oamaru architektonisch auch heute noch ansieht.

Bahnhof von Dunedin

Der Südinsel-Metropole Christchurch sieht man diesen einstiegen Reichtum tragischerweise so gar nicht mehr an, nachdem sie 2010 und 2011 von schweren Erdbeben getroffen wurde. Ich reise mit einem drei Jahre alten Reiseführer durchs Land, der die schlimmen Auswirkungen beschreibt, hätte aber erwartet, dass diese mittlerweile kaum noch zu erkennen sind. Das Gegenteil ist der Fall. Der gesamte Innenstadtkern wurde nach dem zweiten großen Beben zur ‚Red Zone‘ erklärt, in der bis auf einige sehr wenige historische Ausnahmen alle Gebäude abgerissen wurden, so dass der Gang durch die Innenstadt heute größtenteils an den Stahlskeletten der noch unfertigen Neubauten oder an verhängten Schaufenstern der noch stehenden beschädigten Häuser entlang führt. Plätze und Straßen, sowie die „provisorische“ Container-Einkaufsmall wurden mit allerlei Straßenkunst und mobilen Gärten gestaltet – ein unerwartet bedrückender Stadtrundgang.

Rest der Christchurch Cathedral

Teil der „reStart-Mall“

 

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